Vorhofflimmern - Österreichischer Herzfonds

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Rund ums Herz


Vorhofflimmern

In Europa leben rund 4,5 Millionen Menschen mit der Diagnose Vorhofflimmern. Unbehandelt besteht die größte Gefahr, in Folge eine Herzschwäche oder einen Schlaganfall zu erleiden.

Prim. Univ.-Prof. Dr. Kurt Huber: "Es kommt entweder anfallsmäßig (Minuten bis Stunden bis Tage) oder permanent zum Auftreten eines unregelmäßigen Pulses. Viele PatientInnen spüren dies nicht. Der erste Schritt ist, herauszufinden, ob der/die PatientIn ein hohes Risiko für Blutgerinnselbildung hat. Ein erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel in Verbindung mit Vorhofflimmern, kann das Schlaganfallrisiko massiv erhöhen."

Um dieses erhöhte Schlaganfallrisiko bei PatientInnen mit Vorhofflimmern zu reduzieren, gibt es folgende Möglichkeiten: Univ.-Prof. Dr. Otmar Pachinger: "Es gibt sehr potente Medikamente, mit denen man das anfallsartige Vorhofflimmern reduzieren und die Häufigkeit der Anfälle senken kann. 


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Weiters gibt es auch Medikamente, mit denen man die Komplikationen verhindern kann." Und zwar in Form blutverdünnender Medikamente. Bisher war diese Therapie mit den sogenannten Vitamin K-Antagonisten aber äußerst kompliziert. Die PatientInnen mussten sehr oft zur ärztlichen Kontrolle, des Weiteren mussten sie eine Diät einhalten und die Therapie war oft begleitet von Unter- oder Überdosierungen.

Univ.-Prof. Dr. Kurt Huber: "Man hat daher jahrelang nach Medikamenten gesucht, die in etwa gleich gut wirken. Das erste dieser Medikamente wurde bereits vor einigen Jahren ausgetestet und ist jetzt in Europa bzw. in Österreich verfügbar und heißt Dabigatran. Dieses Medikament hat den großen Vorteil, dass man keine Kontrollen der Blutverdünnung durchführen muss."

Mit dieser neuen Substanz versprechen sich die Mediziner eine einfachere und wirksamere Therapie, um PatientInnen mit Vorhofflimmern behandeln zu können. Weniger Kontrolltermine, eine effizientere Wirksamkeit und keine Diätvorschriften.

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